Deine Onlinestrategie erstellen – in 5 Schritten zum Konzept

Deine Onlinestrategie zu erstellen, kann eine große Herausforderung sein. Auf deinen Onlineauftritt solltest du aber nicht verzichten. Denn dieser bringt viele Vorteile für dich mit: 7 Vorteile: Starte jetzt deinen Onlineauftritt!

Der Aufbau einer Onlinepräsenz oder deiner Webseite sollte aber nicht ohne eine fundierte Onlinestrategie angegangen werden . Wenige Unternehmen nehmen sich die Zeit, um eine umfassende Strategie zu entwickeln. Aber was muss eine gute Strategie beinhalten und wie kannst du diese erarbeiten? Hier erfährst du, wie du in 5 Schritten deine Onlinestrategie selbst erstellen kannst.

1. Ziele formulieren

Als Erstes mache dir Gedanken darüber, warum du online gehen möchtest. „Alle anderen haben eine Webseite oder Social Media Accounts“, ist leider der falsche Ansatz. Formuliere dir eine Vision bzw. ein Ziel. Was möchtest du allgemein mit deinem Unternehmen erreichen? Was möchtest du online erreichen? 

Versuche auf beide Fragen Ziele zu definieren. Wie du diese erreichen kannst, erkläre ich dir später. An dieser Stelle soll es nur um das Ziel und nicht um den Weg gehen.

Ziele formulierst du am besten mittels der SMART-Kriterien. 

  • S = specific (spezifisch) | Ziele müssen eindeutig definiert sein (nicht vage, sondern so präzise wie möglich). 
  • M = measurable (messbar) | Ziele müssen messbar sein
  • A = accepted, achievable (erstrebenswert, erreichbar) | Die Ziele müssen für die Person ansprechend bzw. erstrebenswert sein
  • R = realistic (realistisch) | Das gesteckte Ziel muss möglich und realisierbar sein. 
  • T = timed (terminisierbar)| Das Ziel muss mit einem fixen Datum festgelegt werden können. 

Beispiele:

  • Unser Restaurant möchte die Reservierungen über die Webseite innerhalb von 1 Jahr um 10% steigern.
  • Wir möchten innerhalb der nächsten 2 Jahre 15% mehr Neukunden generieren. 
  • Bis zum Ende des Quartals sollen sich 100 Leute in unserem Newsletter eintragen.

Häufige Ziele sind im Bereich Online-Marketing: Bekanntheit steigern, Image/Marke aufbauen, neue Kunden gewinnen, Umsätze erzielen und Kundenzufriedenheit steigern. Mittels der definierten Ziele hast du nun eine Ausgangslage für deine Onlinestrategie.

2. Selbstanalyse

Du hast deine Ziele formuliert? PRIMA! und wie versuchst du diese aktuell zu erreichen? Gibt es schon vorhandene Abläufe? Was funktioniert gut? Was funktioniert schlecht oder was fehlt?

Um die Analyse zu unterstützen kannst du dich der sogenannten SWOT Analyse bedienen. SWOT ist hierbei ein Akronym für die englischen Begriffe Strengths (Stärken), Weaknesses (Schwächen), Opportunities (Chancen) und Threats (Risiken). Genau diese Aspekte betrachtet die Analyse jeweils einzeln und in der weiteren Anwendung in Verbindung zueinander.

Strengths (Stärken)

  • Was machen wir aktuell bereits gut?
  • Was können wir besser als andere?

Weaknesses (Schwächen)

  • Was funktioniert nicht gut?
  • Welche Schwächen haben wir?

Opportunities (Chancen)

  • Wo liegen unsere Zukunftschancen?
  • Welche Verbesserungsmöglichkeiten gibt es?
  • Was kann ausgebaut werden?

Threats (Bedrohungen)

  • Was sind mögliche Risiken oder zukünftige Gefahren?
  • Womit muss das Unternehmen rechnen?

Der Markt und die Bedürfnisse von Kunden ändern sich laufend. Du solltest daher deine Analyse also stetig fortführen und immer wieder prüfen. Damit bleibst du dauerhaft am Markt und dein Unternehmen langfristig erfolgreich.

3. Konzeption

Mittels dieser Analyse kannst du wahrscheinlich schon erste Ansätze erkennen. Du solltest aber beachten deine Ziele und Chancen realistisch zu betrachten. Es sollten dementsprechend auch die finanziellen und personellen Ressourcen zur Verfügung stehen. Die beste Strategie bringt nichts, wenn sie nicht realistisch ist. 

Du hast also deine Ziele und aktuelle Situation analysiert (also sozusagen Anfang und Ende). Dein nächster Schritt besteht daraus ein Konzept für die Umsetzung zu entwickeln. Hier gibt es verschiedene Bereiche, die du für dich festsetzen und berücksichtigen solltest. 

Zielgruppe

Wer ist deine Zielgruppe? Wie kannst du diese diese ansprechen? Mit der Zielgruppenanalyse ermittelst du die Kundenbedürfnisse. Dies ist ein zentraler Faktor für deinen Erfolg. Denn nur Kunden wissen, was sie von deinen Produkten und Dienstleistungen erwarten.

Versuche eine Zielgruppe zu definieren, die zu deinem Angebot passt. Dabei solltest du dich nicht nur auf Merkmale wie Alter, Geschlecht und Wohnort beschränken, sondern auch Daten, wie Motivation, persönliche Einstellung, Präferenzen und Werte berücksichtigen. Überlege auch über welche Plattform oder über welches Medium du deine Zielgruppe erreichen kannst. Je mehr du über deine potentiellen Kunden weißt, desto besser kannst du deine Onlinesrategie planen und ausrichten.

Nachdem du deine Zielgruppe ausgearbeitet hast, kannst du eine “Persona” erstellen. Hierbei handelt es sich um eine ausgedachte Person, die die Eigenschaften deiner Zielgruppe verkörpert. 

Bestandteile / Medien

Welche Bestandteile oder Medien nutzen bzw. benötigen wir für das Erreichen unseres Ziels?

In der Regel ist deine Webseite der Mittelpunkt deiner Onlineaktivitäten, da diese mit allen anderen Online-Marketing Instrumenten wie Social Media oder auch Google Ads in Interaktion steht. Auch wenn du keine Webseite hast oder auch keine planst, solltest du anderen Kanäle mit Bedacht auswählen. Deine Auswahl sollte abhängig von deiner Zielgruppe und Zielen ausgewählt werden. Grundsätzlich ist es wichtig bei der Auswahl der Instrumente, Prioritäten zu setzen. Das betrifft sowohl die Auswahl, als auch die Reihenfolge der Umsetzung. 

Du solltest darauf achten dein Online-Marketing nicht nur auf einen Zweig auszulegen. Zum Beispiel ändern Social Media Firmen wie Facebook oder Instagram Ihre Algorithmen, was plötzlich zu einem großen Risiko gegenüber deiner Auffindbarkeit werden kann. Daher solltest du mehr als eine Online-Marketing-Maßnahme in dein Portfolio aufnehmen.

Damit du weißt, was für Instrumente dir zur Verfügung stehen, hier eine Übersicht:

  • Webseite/Blog,
  • Suchmaschinenoptimierung (SEO)
  • Suchmaschinen-Marketing (z.B. Google AdWords)
  • Social Media
  • Online-Werbung (Banner)
  • E-Mail-Marketing (Newsletter)
  • Affiliate Marketing
  • Webinare,…

Schritte ausarbeiten

Jetzt hast du eine Ausgangslage, ein Ziel, deine Zielgruppe und Kanäle ausgewählt, aber deinen Weg musst du immer noch pflastern. Diesen kannst du dir ab jetzt selber bauen. Du hast alles was du dafür brauchst. Nimm dir eines deiner Ziele aus Punkt 1 vor. Jetzt definierst du die konkreten Schritte, die es dafür benötigt, unter der Berücksichtigung der Zielgruppe und der ausgewählten Kanäle. Schreibe dir Punkt für Punkt auf, was die konkreten Schritte sind.

Meine Freundin Birgit von Fresh-Inspire hat einen passenden Beitrag dazu erstellt, wie solche Schritte für einen Social Media Account aussehen könnten: 5 Schritte – zur wertvollen Online Präsenz auf Social Media.

4. Umsetzung

Nun kannst du mit dem wichtigsten Teil beginnen. Mit der Umsetzung deiner Onlinestrategie. Anhand deines Planes kannst du beginnen die einzelnen Schritte umzusetzen. Dadurch, dass du bereits weißt, was du erreichen willst und weshalb du deine Schritte setzt, kannst du zielgerichtet an die Sache rangehen.

Jetzt werden Meilensteine gesetzt, Verantwortlichkeiten bestimmt, Termine gesetzt, Budget festgelegt und vorhandene Infrastruktur eingeplant. Formuliere auch hier möglichst einfach und nachvollziehbar. 

5. Evaluierung / Controlling

Überprüfe von Zeit zu Zeit regelmäßig, wie sich dein Fortschritt auf das gesetzte Ziel entwickelt. Das Controlling ist essentiell für dein Online-Marketing, denn nur wenn du regelmäßig deine Daten misst, analysierst und interpretierst, kannst du deine Maßnahmen optimieren. Es gibt eine Vielzahl an Analyse-Tools, welche Daten für dich tracken können.  Durch Analyse-Tools kannst du überprüfen, ob du deine angegebenen Ziele im geplanten Zeitraum erreichen konntest. So kannst du gegebenenfalls auch deine Strategie umlenken oder deine Maßnahmen an den Markt anpassen, falls die Ziele nicht erreichbar sind. Darum ist es wichtig regelmäßig seine Fortschritte zu überwachen. 

Fazit

Eine grundlegende Onlinestrategie zu erstellen, muss nicht schwierig sein. Es ist aber wichtig für die Basis deines Online-Marketings. Sobald die Ziele definiert und der Weg dorthin geplant ist, solltest du das Controlling nicht aus den Augen verlieren und entsprechendes Durchhaltevermögen an den Tag legen. Folgende 3 Punkte möchte ich dir gerne noch ans Herz legen, welche du bei deiner Evaluierung immer wieder im Kopf haben solltest.

Realistische Erwartungen formulieren, Fortschritte beobachten und Analysieren, Neue Technologien und Trends erkennen und nutzen.

Viel Erfolg bei dem Entwickeln deiner Onlinestrategie!

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